logo-2012

Die "Prepper"...

[Update: 09.02.2013]

Die Prepper…

Wer oder was waren bzw. sind die „Prepper“?

Diese Frage stellt sich wohl Jeder, dem dieser Begriff das erste Mal über den Weg läuft.

Diese Frage lässt sich in der heutigen Zeit aber gar nicht mehr so einfach beantworten.

Wenn man heute, im Jahr 2013 den Begriff „Prepper“ verwendet, so meint man in der Regel Personen, Gruppen und Gruppierungen, die über die Schlagworte Langzeitvorräte, Bunker, Waffen, Verteidigung und Gewaltpotential definiert werden.

Das war aber nicht immer so.

Um den Begriff „Prepper“ korrekt und in all seinen Facetten zu erklären, bzw. um überhaupt den Versuch zu unternehmen, nutze ich meine Dokumentation hier auf diesen Seiten…

"Die Prepper"...im Wandel der Zeit!

Schweifen wir erst einmal zurück…

Wann aus ganz normalen Menschen, die Vorratshaltung und Vorsorge betrieben, letztendlich die „Prepper“ wurden, kann nicht genau datiert werden.

Der Begriff „Prepper“ selbst wird in den Vereinigten Staaten und Kanada bereits seit den 60ér Jahren verwandt, vermutlich tatsächlich in Anlehnung an das Wort „Preparedness“.

Diese Prepper waren einfach nur Menschen, die aufgrund Ihrer Lebensumstände und der regionalen Gegebenheiten sozusagen aus Überlebensgründen eine umfangreiche Bevorratung betrieben.

Ja, und in der Tat stand meist neben unzähligen Vorräten und Ausrüstungen auch bei denen eine Waffe in der Ecke oder im Schrank.

Das hatte aber nichts mit den heutigen Beweggründen zu tun. Früher war es einfach eine Notwendigkeit.

Gerade der Bereich „Waffen“ wurde von den heutigen europäischen „Prepper´n“ falsch hinein interpretiert….vielleicht auch gewollt…

Man muss sich aber erst einmal klar machen, dass der Begriff „Prepper“, also dieser Name anglizistischen Ursprungs ist.

Menschen, die sich bevorraten, die gibt es auf der ganzen Welt…und das seit hunderten von Jahren.

Nur der Ursprung dieser Begrifflichkeit „Prepper“ liegt eben in Amerika und Kanada.

In Europa, gerade im deutschsprachigen Raum gab es dafür nicht mal einen vergleichbaren Begriff.

Man betrieb eben aus verschiedensten Gründen „Vorratshaltung“.

Unter diesem Gesichtspunkt erklärt sich auch, warum bereits in den Anfängen der Prepper auch Waffen eine Rolle spielten. Es war in den USA und Kanada und eben zu den Zeiten einfach ein „Werkzeug „ zum Schutz und ein „Werkzeug“ zur Nahrungsbeschaffung, sprich Jagd….mehr nicht.

Diese damaligen Prepper versorgten und bevorrateten sich mit Lebensmitteln, Ausrüstung, Munition und Waffen, um teils in der Abgeschiedenheit oder in krisengefährdeten Regionen über die Runden zu kommen. Das waren ganz natürliche Überlegungen und Notwendigkeiten.

Das war damals…

Jetzt schwenken wir langsam wieder in Richtung der heutigen Zeit…

Die Zeit, in der die Orientierung der „Prepper“ in´s Negative kippte , und damit meine ich nicht nur die Definition, sondern auch die realen Einstellungen und Überzeugungen der Prepper, kann man um die Jahre 2010 bis 2011 festlegen.

Zu der Zeit vollzog sich ein bedenklicher Wandel nicht nur in Amerika und Kanada, sondern auch in Europa.

Man „preppte“ nicht mehr aus natureller Notwendigkeit, sondern man ging seinem „Preppertum“ aufgrund immer wahnwitzigeren Vorstellungen und Szenarien nach.

In dieser Phase des Umbruchs entdeckten sozusagen auch viele „Extreme“ anderer Outdoor- und Survivalbereiche unter dem Begriff „Prepper“ ein ganz neues Betätigungsfeld.

Da gesellten sich plötzlich die sogenannten „Doomer“ (Endzeitanhänger) und sämtliche Kriegs-, Kampf- und Waffenfanatiker zu der Gruppe der „Prepper“.

Warum das letztendlich so extrem umschlug, lässt sich vielleicht mit dem Weltuntergangs-Hype des Jahres 2012 erklären, sicher bin ich mir dabei aber nicht.

Bestimmt spielen auch Zukunftsängste, Phobien oder persönliche negative Erfahrungen eine Rolle, wenn diese einen natürlichen Rahmen verlassen…ich kann es mir nicht schlüssig erklären.

Selbstverständlich gibt es hier und da noch Menschen, die sich als „Prepper“ verstehen und ansehen, eben auf der Basis, auf der das „Preppertum“ einmal stand.

Die Zahl der durch Vernunft und Realitätsnähe ambitionierten Prepper ist verschwindend gering.

Gerade die heutigen, nahezu paramilitärisch organisierten „Prepper“ erinnern eher an diese Wehrsportgruppen aus den 70er und 80er Jahren.

In einschlägigen Foren rund um die Welt wird unter dem Deckmantel „Preparedness“ und unter Verwendung des Begriffs „Prepper“ diese neue Art der Interessengemeinschaft gelebt.

Sicher, es gibt viele „Prepper“, die ihr Hobby oder Ihre Ansichten friedlich ausleben. Dies geschieht aber heute meist im Verborgenen.

Man möchte zwar Preparedness betreiben und auch „Prepper“ sein, dies aber nicht öffentlich darlegen. Zu tief scheint die Angst, mit den, in den Medien bekannten „Preppern“ in einen Topf geworfen zu werden.

Seit einiger Zeit ist die einschlägige Szene aber schon wieder im Umbruch…

Die Bezeichnung „Prepper“ hat ihren Glanz verloren, die negative Deutung allgegenwärtig.

Neue Namen müssen her… ja…neue Namen…aber keine neuen Ansichten oder gar Einsichten…

Schade eigentlich…

Auf die neuen Gruppierungen der Prepper, sozusagen die „Elite-Prepper“ möchte ich nur kurz eingehen, da diese aus meiner persönlichen Sicht und Erfahrung zu allem bereit sind…

…und genau genommen auch meinen Dokumentationsrahmen bei Weitem sprengen würden.

Sie nennen sich selbst „Previval´s“ oder „Previval“…

Diese „Elite-Prepper“ sind oft paramilitärisch strukturiert, organisiert und ausgebildet.

Sie selbst definieren sich als Preparedness- und Survivalspezialisten, daher auch die Namensgebung „Previval“…dem Konstrukt aus Preparedness und Survival.

Abgesehen von der Ausrichtung und Orientierung dieser „Previval´s“, kann ich persönlich nur „pfui“ sagen…. Denn vor längerer Zeit schon habe ich mich mit amerikanischen Freunden über diese neue „Begrifflichkeit“ unterhalten und mir schlug Unverständnis und Kopfschütteln entgegen.

Diese, selbst in Prepperkreisen unübliche Reaktion wurde mir aber auch dann erklärt:

E kommt ja relativ oft vor, dass aus mehreren etablierten Begriffen oder Wörtern, die neu zusammengesetzt werden, ein ganz „Neuer“ Begriff entsteht, aber…

Der Begriff „Previval“ hat bereits eine Bedeutung…

Im amerikanisch-kanadischen umgänglichen Sprachgebrauch steht „Previval“ für das Überleben einer schweren Krebserkrankung. Diese Menschen, die eine lebensbedrohliche und schreckliche Krankheit überwunden haben, nennen sich seit vielen Jahren schon „Previval´s“.

Dies erklärt auch, warum sich in Amerika und in Kanada selbst die hartgesottensten und extremsten Prepper nicht so nennen…

Selbst die „Freaks“ im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, überschreiten bestimmte Grenzen eben nicht…in Europa schon…

Als kleine Anmerkung möchte ich noch anfügen, dass dieses Bild, welches die Medien heutzutage von den „Prepper´n“ und den Randgruppierungen zeichnen und zeigen, dass dieses Bild in der Tat genauso zutrifft.

Heute bedeutet „Prepper“ sein, sich gegen die Gesellschaft und jegliche Form der Vernunft zu stellen…und das mit allen Mitteln…

Das sind „Prepper“ heute…

 

*** Ich wurde schon einige Male gefragt, ob ich keine Angst hätte, über solche Themen zu berichten oder zu dokumentieren.
Ich kann mit einem Lächeln im Gesicht mit Nein antworten! Ich habe schon so viele Drohungen aus einschlägigen Kreisen erhalten...irgendwann ignoriert man es einfach...
...und das Gesetz und den Rechtsstaat gibt es ja im Notfall auch noch!

 

- - -

Kommentare   

 
0 # spantherix 2013-05-06 01:33
Also ich kann mich auch als Prepper bezeichnen und zum Teil auch die Ängste der Leute verstehen, da unser Geldsystem auf Korruption aufbaut und somit unweigerlich zum Zerfall führen muss. Wann das geschieht, weiß natürlich keiner von uns Normalbürgern und deswegen versuchen sich einige eben möglichst gut dagegen abzusichern. Um schlimme Zukunftssituati onen besser überstehen zu können. Es gibt jedoch natürlich auch schon mehr krankhafte Auswüchse, wo Leute dann von Zombies fantasieren oder anderen verrückten Dingen xD

Ich sorge selbst auch einfach nur vor und verlasse mich nicht blind auf die Versorgung, welche real gesehen extrem labil ist. Ein größerer Stromausfall über wenige Tage und Chaos ist allgegenwärtig. Was tun, wenn man dann nichts zu essen und trinken hat, die Kassen aber streiken und der Nachschub ausbleibt mangels Logistik? Kraftwerke als auch Industrie sind ebenso ans Netz angeschlossen und Szenarien durchaus realistisch denkbar.

Ich sorge also vor, indem ich mir autarke Versorgungsmögl ichkeiten einrichte, so gut ich das eben kann. Ich möchte aber nicht übertreiben, ich möchte einfach nur eine gewisse Sicherheit haben vor Strom-/Wasser-/ Nahrungs-/Geldm ängeln :-)
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren