Was sind Prepper?
Diese Frage stellt sich wohl jeder, dem dieser Begriff das erste Mal über den Weg läuft...
Im Grunde genommen ist es aber relativ schnell und einfach erklärt.
Der Begriff "Prepper" ist eigentlich nur eine personifizierende Ableitung von dem Wort "Preparedness".
Preparedness (engl.) bedeutet "Vorbereitung, vorbereitet sein, Vorratshaltung, auf etwas gefasst sein" etc..
Ein Prepper ist bzw. Prepper sind Menschen, die dementsprechend einfach nur "Vorsorge" betreiben und dadurch "vorbereitet" sind.
Natürlich fragt man sich da sofort, wofür denn Vorsorge betreiben und worauf vorbereitet sein?
Naja, überlegen wir einmal oder besser überlegen Sie selbst einmal...
Die meisten Menschen haben ja leider mittlerweile schon ein bedingungsloses Vertrauen in unser regionales, nationales und globales Versorgungsnetzwerk (Lebensmittel, Strom, Kraftstoffe etc.).
Betrachtet man aber mal unsere heutige hochtechnisierte Welt etwas genauer und realistischer, so erkennt man schnell die Empfindlichkeit dieses Systems.
Vieles wird heute nur noch "just in Time" oder nach der "First in First out" Methode geliefert und gelagert. Wenn man sich über die Anfälligkeiten unserer heutigen Technik Gedanken macht und diese filigranen Handelsmethoden näher betrachtet, dann "dämmert" es vielleicht, dass ein klein wenig "Vorsorge/Vorbereitung" sinnvoll sein könnte.
Derartig empfindliche Systeme können auch durchaus plötzlich einmal ausfallen.
Für Störungen oder Ausfälle dieser Systeme reichen schon die "üblichen" und realistischen Auslöser wie Naturgewalten (Sturm, Flut, Schnee etc.) oder Unfälle in Chemiefabriken, AKWs etc.
Wohl dem, der "vorbereitet" ist und "vorgesorgt" hat...
Sie fragen sich immer noch "wieso weshalb warum?"...
Betreiben Sie denn nicht auch schon etwas Vorsorge?
Sind Sie nicht auch etwas "vorbereitet"?
Nein?
Ich glaube doch; oder haben Sie keine Haftpflichtversicherung, Feuerversicherung etc. ?
Tja... Prepper betreiben diese Vorsorge und Vorbereitung eben auch in den Bereichen Lebensmittel, Ausrüstung, Medikamente, Brennstoffe etc.
Dadurch ist man von der Versorgung "von Außen" etwas unabhängiger und kann auch mal ein "paar Tage" ohne fremde Hilfe überbrücken.
Ein Prepper strebt dabei meist (je nach persönlichen Möglichkeiten, Umfeld und Einstellung) eine gewisse zeitlich begrenzte Unabhängigkeit an. Die "Extremen" dieser Spezies gehen sogar noch etwas weiter und haben als Zielsetzung in der Regel eine sogenannte Autarkie.
Der "Durchschnittsprepper", zu denen ich mich auch zähle, plant meist nur Krisenüberbrückungszeiten von ca. 2 Wochen bis maximal ein bis zwei Monaten.
Die Lebensmittelvorräte, Medikamente und die Ausrüstung decken entsprechend diesen Zeitraum ab, um von einer Außenversorgung für diesen engen Zeitrahmen in einer Not- oder Krisensituation unabhängig zu sein.
Oft sieht man bereits nach diesen wenigen Sätzen beim Gegenüber ein leichtes Schmunzeln oder Stirnrunzeln.
Dabei sind Prepper ganz gewiß keine Spinner oder Endzeitfanatiker.
Erinnern wir uns allein hier in Deutschland mal an das Schnee-Chaos 2005 im Münsterland.
Da riefen bereits nach zwei Tagen viele Menschen nach Hilfe, weil sie nicht mal in der Lage waren, diesen klitzekleinen Zeitrahmen mit Lebensmitteln, alternativen Heiz- und Kochmitteln zu überbrücken.
Ganz zu schweigen vom Hurrican Katrina in den USA, bei dem ganz viele Menschen erst nach dem Hurrican so richtig in Not gerieten, weil sich nicht einmal die nötigsten Sachen zum Überleben hatten.
Diese Beispiele ließen sich noch endlos weiter führen...
Es hat schon seine Gründe, dass das BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) auch zur Vorratshaltung rät und ebenfalls detaillierte Tips gibt.
Allerdings könnte man bei unserer Regierung doch den Eindruck bekommen, dass DIE diese "Hinweise" extra etwas verdeckt und nicht öffentlichkeitswirksam präsentieren, nur um Zweifel am System nicht zu sehr in den Fokus zu rücken.
Ok, auch die Tips und Vorschläge unserer Regierung bzw. des BBK´s könnte man stundenlang diskutieren ;-)
Prepper betreiben eben genau diese Vorsorge und Vorbereitung in Anlehnung aller möglichen Szenarien, so wie sie auch unter anderem beim BBK im Rahmen des Möglichen genannt werden. Nur Prepper betreiben die Vorbereitung und Vorsorge eben mit etwas mehr Sorgfalt, Umsicht und Überlegung.
Prepper machen sich dabei alle Informationsmedien zu Nutze, um diese Professionalität immer weiter auszubauen und zu perfektionieren.
Viele "Prepper-Netzwerke" (siehe auch die Internet-Links hier auf meiner Seite) tauschen sich zudem mittlerweile global aus.
Aus der Vielfalt der Prepper, deren Berufen, Ausbildungen und Kenntnissen ergeben sich dann nahezu unerschöpfliche Informationsquellen.
Viele Prepper, unabhängig von Wohnort und Beruf haben meist auch umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Survival und Bushcraft.
Oft sieht man auch, dass Prepper sogenanntes "altes Handwerk" der guten alten Zeit reaktivieren, lernen, pflegen und auch weiter vermitteln.
Gerade im Moment, wo Survival, Bushcraft usw. in aller Munde ist, wird auch viel darüber berichtet, dass die sog. "Prepper-Bewegung" aus den USA zu uns herüber schwappen würde.
Dem ist aber eigentlich nicht so. Lediglich die Namensgebung ist anglizistisch, also kommt aus dem englischen Sprachgebrauch.
Prepping, Preparedness etc. ist im Grunde genommen ja wirklich nichts anderes als Vorratshaltung.
Es ist nicht einmal 100 Jahre her, da war dies in jedem Haushalt eine Selbstverständlichkeit. Jede Familie besaß eine Vorratskammer, die mehr oder weniger gut gefüllt war.
Diese Menschen betrieben Vorsorge!
...aber zu all dem später mehr!
Ich denke, dass jeder Interessierte Leser nun schon einmal ganz grob weiß, worum es bei "den Preppern" geht.
Eine "Kleinigkeit" liegt mir aber sozusagen "noch ganz besonders am Herzen" und ich möchte es nicht unerwähnt lassen:
Wie immer, wenn es irgendwelche Interessengemeinschaften oder Verbindungen gibt, schleichen sich dunkle Gestalten ein bzw. versuchen die vorhandenen Strukturen zu untergraben bzw. für Ihre Interessen zu mißbrauchen bzw. zu instrumentalisieren.
So ist es leider auch bei den "Preppern"...
Da gibt es z.B. "Hardcore-Prepper" oder besser gesagt "Doomer", die hinter jeder Ecke die Katastrophe lauern sehen und die sich auf die aberwitzigsten Szenarien versuchen vorzubereiten. Andererseits gibt es ein Klientel, welches einem mehr Sorgen bereitet:
"Braune Genossen, militante Rechtsextreme und Waffenfanatiker, die sich in diversen Internet-Foren unter dem Vorwand und Mißbrauch des "Prepper-Gedankens" zusammen finden und organisieren.
Sowas sind KEINE Prepper!

