Der Prepper-Ofen
Der Prepper-Ofen?
Wozu einen Prepper-Ofen? ....und was ist das überhaupt?
Das werden wir hier jetzt klären (samt Bilder im Anhang):
Warnhinweis zu Feuergefahren in Verbindung mit dem Prepper-Ofen (klick!)
Zusatzinfo (15.08.2011)
Da immer wieder ein "bemittleidenswerter" Mensch in diversen Internet-Foren stänkert und meckert etc.:
Die Bezeichnung "Prepper-Ofen" bezieht sich nicht auf meinen Internet-Namen "DerPrepper", genau so wenig steht die Bezeichnung in Zusammenhang mit meiner Domain www.prepper.de!
Die Bezeichnung spiegelt lediglich den Zusammenhang wieder, da ich meine, dass ein solcher "Ofen" für Prepper optimal geeignet ist.
Ich sag es hier nun noch mal ausdrücklich: Ich bin nicht der Erfinder dieser genialen Technik (übrigens auch nicht der Herr Hxxxx, auch wenn er es im Internet immer wieder behauptet). Diese Technik ist uralt und wurde sogar in diversen Büchern niedergeschrieben. Nach meinen Recherchen gibt es für dieses "Allgemeingut" keine Urheberansprüche. Darum stelle ich diesen Artikel hier auch für ALLE hinein!
Quellen-Infos, also wann wie wo das erste mal, soweit recherchierbar, findet jeder hier im Anschluss an den Artikel unter den Kommentaren.
Also dann mal los, jetzt gehts darum, was ein "Prepper-Ofen" ist und wofür man ihn verwendet:
Was macht man, wenn man bei einem längeren Stromausfall ein Brot backen möchte?
Nicht jeder "normale" Mensch hat einen Steinofen im Garten oder Kamin im Haus.
Und darauf, dass man Brot beim Discounter oder Bäcker kaufen kann, sollte man sich nicht verlassen ;-)
Es gibt tatsächlich eine Lösung für das Problem.
Das Prinzip ist genial und einfach.
Es handelt sich um einen "Topf in Topf Ofen".
Wir benötigen (in unserem Beispiel hier wieder Ikea-Material):
- Eine feuerfeste Unterlage (z.B. ein Backblech)
- Eine Metallschale mit Gitter (oder etwas ähnliches) Das Gitter muss so hoch sein, dass die Flammen der Teelichter nicht an den Topfboden kommen.
- Einen großen hitzebeständigen Topf mit Deckel (ca. 10ltr.)
- Einen kleinen hitzebeständigen Topf (muss komplett in den Großen passen!)
- ca. 8-10 Teelichter
- Reißzwecken (Heftzwecken, ohne Kunststoff)
- Brotteig (kann auch eine Fertigmischung sein, beste Ergebnisse erzielt man mit 500g Teig)
Auf das Thema Teigrezepte und Zubereitung gehe ich hier nicht extra ein. Es funktioniert in der Regel mit jeder Teig- und Brotsorte.
Also fangen wir an.
Wir stellen die feuerfeste Unterlage auf.
Darauf wird die Metallschale gestellt.
In die Metallschale stellen wir die Teelichter.
In den großen Topf werfen wir nun einige Reißzwecken und legen sie so hin, dass die Spitze nach oben zeigt.
Wir bereiten den Teig zu. (Bitte daran denken, dass der Teig i.d.Regel noch "gehen" muss.
Nun fetten wir den kleinen Topf innen mit Fett oder Öl ein.
Anschließend wird der Innenbereich des kleinen Topfes auch noch mit Mehl eingestäubt.
Da hinein legen wir nun den runden Teig-Laib.
Jetzt zünden wir die Teelichter an.
Über die Teelichter kommt nun als Abstandhalter das Gitter.
Der große Topf wird nun auf das Gitter direkt über die Teelichter gestellt.
Wir stellen den kleinen Topf nun in den Großen hinein (auf die Reißzwecken als Abstandhalter).
Der kleine Topf darf den großen nicht berühren, auch seitlich nicht.
Auf den kleinen Topf kommt KEIN Deckel!
Wenn der kleine Topf richtig im Großen steht, wird auf den Großen der Deckel gesetzt.
Nun muss man nur ca. 3 Stunden warten.
In der Regel brennt auch ein solches Teelicht ca. 3-3,5 Stunden. Somit reicht ein Satz Teelichter für ein Brot.
An dieser Stelle einige Infos:
Der Abstand zwischen Teelichtflammen und Topfboden muss so geplant sein, dass die Flammen den Topfboden nicht direkt erreichen. Sonst würde es rußen und stinken. Dafür ist das Gitter da.
Die Reißzwecken im großen Topf dienen nur als Abstandhalter für den kleinen Topf. Würde der kleine Topf eine direkte Verbindung zum Großen haben, würde das Brot verbrennen.
Durch die Flammen der Teelichter erhitzt sich die Luft im großen Topf (Backofen-Prinzip).
Da der kleine Topf innen keine direkte Verbindung zur Flamme hat, brennt nichts an.
Während der Backzeit sollte der Deckel vom großen Topf nicht abgenommen werden!
Zum Einen, um die Temperatur zu halten und zum Anderen, damit das Brot nicht austrocknet und saftig bleibt.
Zur Beruhigung: Wenn alles richtig gemacht wurde, kann das Brot weder an- noch festbrennen.
Achtung! Teelichter, die nebeneinander betrieben werden, können zur Selbstentzündung des Wachses selbst neigen.
Dadurch kann das Wachs verdampfen und sich selbst entzünden.
Man sollte deshalb diesen "Prepper-Ofen" nicht aus den Augen lassen, es sei denn, man betreibt ihn im Garten oder an einem Ort, wo ein Feuerchen nicht gefährlich werden kann. Mehrere Teelichter beieinander können u.U. anfangen zu brennen (Entzündung des Wachses selbst).
Ein solcher Prepper-Ofen ist als Not-Ofen in Krisensituationen zu verstehen!
Dementsprechend ist eigentlich von einem Betrieb innerhalb einer Wohnung abzuraten.
Die Beschreibung und Anleitung des Prepper-Ofens soll nur darstellen, dass so ein Prepper-Ofen im Notfall funktioniert! Mehr nicht!
Zur trockenen Theorie und als Beweis, dass es tatsächlich funktioniert, hier die Bilder:
Bei diesem Test haben wir übrigens eine fertige Vollkornbrot-Mischung benutzt.
Das Ergebnis war ein absolut leckeres, krustig-festes und trotzdem saftiges Brot.
Ein Brot wie dieses (aus 500g Mischung) reicht locker für 4 Personen/Tag.
Ein paar interessante Nebeneffekte dieses Backofens:
Er ist nahezu geräuschlos, rußt nicht, raucht nicht und ist somit auch für die Stadtwohnung geeignet.
Bei Frosttemperaturen ist er zudem durchaus in der Lage, einen normalen Raum oberhalb des Gefrierpunktes zu halten. Das sollte man vielleicht für echte Krisenzeiten im Hinterkopf behalten...könnte nützlich sein und im Notfall über Leben und Tod entscheiden.

