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Das “mystische” MHD

Erst einmal klären wir, was eigentlich ein MHD ist, sofern es nicht schon bekannt ist.
MHD ist die gängige Abkürzung für das MindestHaltbarkeitsDatum bei Lebensmitteln, also das Datum, bis zu dem das betreffende Lebensmittel bei sachgerechter Lagerung auf jeden Fall bedenkenlos genießbar ist. Dieses Ablaufdatum ist bei nahezu allen Lebensmitteln auf der Verpackung aufgedruckt.

Was ist eigentlich so Besonderes am MHD und was hat es mit Vorratshaltung zu tun?

Eigentlich ist garnichts “Besonderes” am MHD, abgesehen davon, dass sich gerade unter Menschen, die Vorratshaltung betreiben, genau darüber teilweise sehr kontroverse Diskussionen ergeben.

Die Einen halten sich strikt an das Datum, Andere ignorieren es total.

Ich “orientiere” mich daran.

Orientieren heisst in diesem Fall, dass ich die Rotationsgewohnheiten* vom MHD abhängig mache.

Dabei ist mir durchaus bewußt (ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen), dass manche Lebensmittel mit Sicherheit weitaus länger halten als angegeben.

Wenn beispielsweise auf einer Dose Sardinen das MHD 31.12.2025 angegebe ist, dann werden ja diese Sardinen nicht genau am 31.12.2025 von einer Sekunde auf die andere schlecht. Das kann sich wohl jeder denken.

Trotzdem orientiere/richte ich mich am MHD.

Warum?

Zum Einen braucht man einfach eine grobe Orientierungshilfe, wann ein Artikel ausgetauscht werden muss/sollte und zum Anderen gibt dieses Datum eine gewisse Sicherheit.

Klar, z.B. das eingelagerte Dosenbrot mag mit dem Aufdruck xx.xx.xxxx noch viele Jahre länger halten und genießbar sein…ja …es mag (möglicherweise, eventuell…). ..aber nicht sicher!

Ich betreibe aber Vorrratshaltung, um genau dieses zu haben: Eine gewisse Sicherheit.

Aus diesem Grund orientiere ich mich eben am MHD und tausche bzw. besser “rotiere*” ablaufende Lebensmittel rechtzeitig.

So habe ich die Sicherheit, dass im Notfall dieses eingelagerte Lebensmittel mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit noch genießbar ist und ich mich somit auf meinen Vorrat verlassen kann.

Außerdem unterschätzen viele die Gefahr, die von verdorbenen Lebensmitteln ausgeht.

Gerade in einer eh schon “problematischen Krisen- odern Notsituation” kann man ganz gut auf eine Magenverstimmung oder gar eine Lebensmittelvergiftung verzichten, oder?

Wie bereits erwähnt, nutze ich ja das MHD sozusagen auch als “Rotationsmerkpunkt*”.

Wir rotieren ein Lebensmittel so frühzeitig, so dass der Zeitpunkt des Verbrauchs/Verzehrs noch weit innerhalb des Haltbarkeitsbereichs liegt.

Das hat sich in den vergangenen Jahren so gut eingespielt, so dass wir nie in die Verlegenheit kommen, abgelaufene Lebensmittel essen zu müssen oder gar ein Lebensmittel wegwerfen zu müssen (was ich eh fast für eine Totsünde halte, solange etwas noch genießbar ist).

*Rotation
Als “Rotation” bezeichnen Menschen, die Vorratshaltung betreiben, die Vorgehensweise bei der Aktualisierung der Vorratsbestände.
Um nicht gezwungen zu werden, abgelaufene Lebensmittel wegwerfen zu müssen, tauscht man Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum näher rückt, rechtzeitig gegen ein neues Produkt aus.
Das “ablaufende Produkt” wird dann eben dem häuslichen Direktverbrauch zugeführt.
Auf diese Weise, wenn es sich erst einmal eingespielt hat, hat man jederzeit haltbare und sicher genießbare Lebensmittel im Vorratslager.

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Regenwürmer kann man essen... muss man aber nicht!